Fairer Hochlandkaffee aus Nicaragua – eine exklusive Verkostung auf der EXPOGAST 2010

Guter Kaffee soll nicht allein ein gutes Essen abschließen, sondern ein Genuss während des gesamten Tages sein. Während der Expogast 2010 in Luxemburg wurde eine Initiative mit nicaraguanischem Hochlandkaffee vorgestellt. Eine Verkostung der besonderen Art fand an drei Tagen am Stand der Firma Haupert Interieur in den Messehallen statt. „Cafe Nica“ ist eine wahre Geschichte vom fairen Handel mit den armen Kaffeebauern aus diesem mittelamerikanischen Land. Das Projekt, um diesen 100% Arabica-Kaffee, der aus ökologischem Anbau stammt, wurde jetzt offiziell während des Festes der Gastronomie gestartet. Ein Luxemburger entdeckte während einer Reise durch den Norden Nicaraguas diesen ausgezeichneten Kaffee, der aus sehr hochwertigen Hochlandbohnen (Bourbon und Caturra) hergestellt wird. Pol Thielen und Eric Blank vom „Cafe Nica“-Projekt-Team betonen, dass die Bauern allgemein keinen angemessenen Preis für ihre hervorragenden Bohnen erhielten. Man habe sich entschlossen die Logistikkette von der Produktion bis zum Endverbraucher zu begleiten. Hiermit wird den nicaraguanischen Kaffeebauern ein fairer Preis gesichert. Mit „Cafe Nica“ wollen die Initiatoren dieses Projektes den Kaffee-Genießern eine Alternative bieten. Anstatt von Kaffeemischungen für den kleinsten gemeinsamen Nenner, bringen sie einen hochwertigen Landeskaffee (speciality coffee) auf den luxemburgischen Markt. Bei ihrem Vorgehen konnten die Verantwortlichen von „Cafe Nica“ vor Ort auf bestehende Geschäftskontakte zurückgreifen.
Die Kaffeebohnen, die in einer Höhe von 1 200-1 400 Meter über dem Meeresspiegel geerntet werden, stammen aus der Genossenschaft Prodecoop (Promotion of Cooperative) aus der Region Segovia im Norden Nicaraguas, die sich in 40 Genossenschaften unterteilt an denen 2 318 Familien beteiligt sind. Die Jahresproduktion von Prodecoop beläuft sich auf 35 000 Säcke, das ist etwa 50 000 Zehnter. Die Ernte findet zwischen Dezember und März statt, sodass „Cafe Nica“ die Bohnen zwischen Januar und September, so Pol Thielen, ohne Zwischenhändler direkt nach Luxemburg einführen kann.
Die Hälfte der Erzeugung von Prodecoop ist Bio-Kaffee für den meistens pro Zehnter 20 US Dollar zusätzlich bezahlt werden. Öfters wird den Bauern auch eine Prämie, die zwischen 15 und 20 US Dollar liegt, für ihr hochwertiges Produkt gewährt. Die Kaffeebauern bedauern jedoch, dass seit der Gründung der Genossenschaft 1993, die Weltpreise meistens unter 125 US Dollar lagen.
Die Genossenschaft wird von Frauen erfolgreich geführt. Mit der Prodecoop und ihrem „fairen“ Kaffee hätten zahlreiche Bauern wieder ein menschenwürdiges Einkommen erlangt, betont die Genossenschafts-präsidentin Merling Preza. „Seit dem fairen Handel mit unseren qualitativ hochwertigen Kaffeebohnen ist unser Einkommen gestiegen. Viele Familien mussten auf dem Boden schlafen und leben. Heute haben wir Fussböden, Möbel, sanitäre Einrichtungen und fließendes Wasser in unseren Häusern.“
„Cafe Nica“ wird entweder direkt in Esteli in Nicaragua oder bei einem Röster in der Großregion geröstet und kann dann später in Luxemburg u.a. in verschiedenen Restaurants verkostet oder in einer Kaffeelounge, die in Planung ist, verkostet und gekauft werden. Es ist auch geplant „Cafe Nica“ in der Grossregion weiter zu vermarkten, aber erst wenn das Geniesserkonzept einer Kaffeelounge mit „fairem“ Kaffee auf positive Resonanz stößt. „Cafe Nica“ wird als Kaffee, Espresso oder in Form von Cappucino, Cafe latte, usw. angeboten.
Ziel des Projektes soll es sein, einen bescheidenen Entwicklungshilfe-Beitrag für ein Land zu leisten, das zu den ärmsten der Welt zählt.
Kontaktadresse:
Internet-URL: www.cafe-nica.lu
Ansprechpartner: Eric Blank, Pol Thielen

Luxemburg, den 22. November 2010

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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